Ein Mensch mit Demenz braucht nicht ständig jemanden, der ihn verbessert oder korrigiert. Oft hilft es mehr, zu verstehen, in welcher Situation sich der Mensch gerade befindet und welches Gefühl hinter seinem Verhalten stehen könnte.
Kontakt aufnehmenBei Seniorenglück möchten wir Sicherheit geben, vertraute Strukturen erhalten und den Alltag so gestalten, dass vorhandene Fähigkeiten, schöne Erinnerungen und vertraute Rituale möglichst lange Raum behalten. Dabei orientieren wir uns nicht an einem starren Programm, sondern am Menschen und an seiner jeweiligen Tagesform.



Wichtig: Nicht jede Aktivität passt zu jedem Menschen und nicht jeder Tag ist gleich. Gute Demenzbegleitung bedeutet deshalb auch, Signale wahrzunehmen, Tempo herauszunehmen und Angebote anzupassen.
Wir nehmen uns Zeit, lernen uns in Ruhe kennen und sprechen über Wünsche, Gewohnheiten und die aktuelle Situation.
Im ersten Gespräch geht es um den Menschen, seine Gewohnheiten, Interessen, Lebensgeschichte und die aktuelle Situation.
Gemeinsam wird geschaut, was Sicherheit gibt, was Freude macht und wo Unterstützung sinnvoll ist.
Die Begleitung orientiert sich an Tagesform, Fähigkeiten und persönlichen Vorlieben.
Beobachtungen werden ernst genommen. Was gut funktioniert, wird beibehalten; was nicht passt, wird verändert.
Unruhe, Rückzug, Angst, Misstrauen, ein veränderter Tag-Nacht-Rhythmus oder andere Verhaltensweisen können bei einer Demenz auftreten. Solche Situationen werden nicht vorschnell als „schwierig” bewertet. Zuerst geht es darum, mögliche Auslöser und Bedürfnisse zu verstehen: Gibt es Schmerzen? Überforderung? Reizüberflutung? Hunger oder Durst? Orientierungslosigkeit? Angst? Eine ungewohnte Umgebung?
Ein ruhiger, wertschätzender Umgang, vertraute Abläufe und eine angepasste Kommunikation können helfen, Anspannung zu reduzieren. Bei gesundheitlichen Auffälligkeiten oder deutlichen Veränderungen gehört immer auch die ärztliche beziehungsweise pflegerische Abklärung dazu.

